UNIQA startet im Ausland Immobilien-Offensive

"Wirtschaftsblatt" Nr. 2621 vom 23.05.2006
von: Irina Frühmann

UNIQA startet im Ausland Immobilien-Offensive

Die UNIQA Versicherung will ihren Immobilienbestand stark ausbauen: Die zum Konzern gehörende Immobilienfirma UNIQA Real Estate soll in den kommenden drei Jahren vor allem in Osteuropa, aber auch in Österreich und Deutschland 600 Millionen Euro in Liegenschaftsentwicklungen und Zukäufe fertiger Bauten investieren. Damit würde Real Estate den Immobilienbestand von derzeit 250 Millionen Euro kräftig ausweiten. Das kündigt Franz Peter Orasch, Chef des vor einem Jahr gegründeten Unternehmens, an.

Hintergrund der Offensive: Die neue Immo-Tochter soll ein eigenständiges Portfolio mit Auslandsschwerpunkt aufbauen. Die UNIQA Versicherung besitzt unabhängig davon in Österreich ein rund 1,9 Milliarden Euro schweres Immobilienvermögen; mit diesem besichert sie ihren Deckungsstock. Es handelt sich vor allem um Wiener Wohnhäuser.

Beteiligungen geprüft

Geprüft wird, die Real Estate für die ausländischen Versicherungstöchter der Uniqa zu nutzen. Diese könnten sich an der Firma beteiligen und im Gegenzug mit dem Gesamtportfolio der Real Estate ihren jeweiligen Deckungsstock besichern. Das ist aber laut Uniqa-Sprecher Norbert Heller nicht fix und soll sich bis Jahresende entscheiden. Sinnvoll wäre es laut Heller allemal, denn viele Auslandstöchter besitzen selbst nur wenige Immobilien.

Büros in Bukarest

Investschwerpunkt der Real Estate sind Büros. Vor allem gemischt genutzte Immobilien, also Bürobauten, in denen auch Wohnungen und/oder Hotels untergebracht sind, sollen entstehen. Orasch: "Wir beabsichtigen, mittelfristig in allen 16 Ländern, in denen die UNIQA-Gruppe aktiv ist, Immobilienprojekte zu realisieren und haben auch schon etliche in Vorbereitung."

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